Wie kommt es zu einem Ekzem im Gesicht meines Kindes?

Kinder erkranken häufig an Gesichtsekzemen. Die meist juckenden Entzündungen können durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Meist sind sie Ausdruck von Unverträglichkeiten auf bestimmte Inhaltsstoffe von Kosmetika. Die Haut reagiert gereizt, ist gerötet und juckt. Sie fühlt sich trocken an und ist rau.

Gesichtsekzeme erkennen

Bei einem Gesichtsekzem handelt es sich um eine entzündliche Hautreaktion, die häufig an kleineren Hautbereich an den Wangen, Ohren und der Nase auftritt. Selten ist das gesamte Gesicht betroffen. Die Symptome sind je nach Ursache vielfältig.

Typische Anzeichen sind:

  • gereizte, gerötete Hautstellen,
    ggf. Bläschen- und Pustelbildung
  • trockene, schuppige und raue Haut
  • ggf. starker Juckreiz
gesichtsekzem erkennen

Mögliche Ursachen für Ekzeme im Gesicht

 

Bei einer Kontaktallergie reagiert der Körper allergisch auf bestimmte Substanzen, die direkt mit der Haut Ihres Kindes in Kontakt kommen. Diese Substanzen sind eigentlich harmlos, werden aber vom Immunsystem irrtümlich als „Feinde“ bekämpft und führen zu einer Entzündungsreaktion. Im Allgemeinen kann jede Substanz eine allergische Reaktionen auslösen. Häufigster Auslöser ist Nickel, der z. B. in Modeschmuck wie Ohrringen oder Brillen zu finden ist.

In diesem Fall lohnt es sich, zusammen mit dem Kind ein Allergietagebuch zu führen und sich auf die Suche nach möglichen Auslösern zu machen.

Hier finden Sie mehr Informationen zu den Auslösern einer Kontaktallergie und den Symptomen.

Häufige Ursache für ein Gesichtsekzem bei Kindern ist Neurodermitis, auch atopisches Ekzem genannt. Dabei handelt es sich um eine nicht ansteckende, chronisch-entzündliche Hautkrankheit. Die kleinen Patienten haben trockene, schuppende Haut und immer wiederkehrend mit einem geröteten oder nässenden Hautausschlag zu kämpfen. Die Neurodermitis äußerst sich durch eine gestörte Barrierefunktion der Haut – auch in beschwerdefreien Phasen. Von Geburt an fehlen der Haut natürliche Feuchtigkeitsfaktoren und wichtige Hautfette (Ceramide). Dadurch wird die Haut durchlässiger als bei gesunden Kindern, verliert vermehrt Feuchtigkeit und trocknet leichter aus. Auch können allergieauslösende Substanzen, sogenannte Allergene, leichter in die Haut eindringen und zu Hautirritationen und Reizungen führen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Neurodermitis bei Kindern.

Beim Milchschorf kommt es im Gesicht auf Stirn und Wangen, aber insbesondere im Bereich der Kopfhaut, zu nässenden Hautstellen und Krustenbildung. Da die verkrusteten Stellen an übergekochte und verbrannte Milch erinnern, werden sie Milchschorf genannt. Die ersten Symptome treten allmählich zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat auf und können über das zweite Lebensjahr hinweg bestehen bleiben. Oft gehen die Hautveränderungen mit quälendem Juckreiz einher, der das Baby unruhig werden und schlecht schlafen lässt.

Hier finden Sie mehr Informationen zu Milchschorf.

Auch Sorgen und Ängste können die Haut Ihres Kindes reizen und zu Hautausschlägen führen. Das Gesicht kann zum Beispiel zu jucken anfangen, wenn Ihr Kind wütend ist oder sich nicht gut fühlt, denn auch Kinderhaut zeigt Gefühle: Durch psychische Belastung werden entzündungsfördernde Stresshormone ausgeschüttet. Die Kinder fühlen sich nicht mehr wohl in ihrer Haut. Das Immunsystem gerät aus der Balance. Die natürliche Hautbarriere wird gestört und es kann zu einem Ekzem im Gesicht kommen.

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