Was sind Windpocken?

Bei den Windpocken handelt es sich um Varizella-Zoster-Viren, die „mit der Luft“ meterweit übertragen werden können: Beim Atmen, Sprechen, Niesen oder Husten werden die virushaltigen Speichel-Tröpfchen von infizierten Kindern freigesetzt. Dabei können infizierte Kinder die Viren übertragen, ohne selbst die typischen Symptome zu zeigen. Kommt ihr Kind beim Kuscheln oder Spielen in Kita oder Schule in direkten Kontakt mit einem infizierten Kind oder befindet es sich bloß im selben Zimmer, kann es sich durch das Einatmen der winzigen Tröpfchen aus der Atemluft des infizierten Kindes anstecken. Da sich die Viren in der Luft über mehrere Meter verbreiten und außerhalb des Körpers einige Tage überleben, ist die Ansteckungsgefahr sehr groß. Auch eine Übertragung über die Hände oder verseuchte Gegenstände wie z. B. Türklinken oder Kuscheltiere ist möglich. Dabei vergehen von der Ansteckung bis zum Ausbruch der ersten Symptome (Inkubationszeit) in der Regel 14 bis 16 Tage.

Schon gewusst?

Insbesondere im Winter und Frühjahr kommt es vermehrt zu Windpocken-Alarm in Kitas und Schulen.

Windpocken-Virus

Woran erkenne ich Windpocken?

Die ansteckende Infektionskrankheit äußert sich vor allem durch einen stark juckenden Hautausschlag. Meist kündigen sich die Windpocken dadurch an, dass sich Ihr Kind unwohl fühlt. Vielleicht sogar leichtes bis hohes Fieber bekommt und weinerlich ist. Dann bricht der juckende Hautausschlag aus: kleine hellrote, juckende Flecken bilden sich z. B. zunächst im Gesicht und breiten sich dann schubweise über den Hals und weiter über den ganzen Körper aus. Auch die Schleimhäute und die Kopfhaut können betroffen sein. Innerhalb von wenigen Stunden wandeln sich die Flecken in Bläschen um, die mit klarer hochansteckender Flüssigkeit gefüllt sind. Nach zwei bis vier Tagen brechen die Bläschen dann auf, nässen, trocknen ein und verkrusten.

So können Windpocken aussehen:

Typisch für Windpocken ist, dass sie in unterschiedlichen Stadien (Flecken, Bläschen, Schorf) ablaufen, die nebeneinander vorkommen und gleichzeitig an verschiedenen Körperstellen zu sehen sind. Mediziner sprechen dann oft von einem „Sternenhimmel“. Ihr Kind kann während der Windpocken-Erkrankung auch unter Kopf- und Gliederschmerzen, Husten und Halsschmerzen sowie Appetitlosigkeit leiden.

Wenn Sie bei Ihrem Kind die typischen Anzeichen erkennen, gehen Sie sofort zum Kinderarzt und geben dem Kindergarten oder der Schule Bescheid, denn wegen der Ansteckungsgefahr sind Windpocken meldepflichtig!

Windpocken
 

Windpocken Wissen:

Ein infiziertes Kind kann Windpocken bereits zwei Tage vor Ausbruch des Hautausschlags an andere Kinder übertragen, ohne selbst die typischen Symptome zu zeigen. Hat sich Ihr Kleines mit Windpocken infiziert, ist es noch etwa fünf bis sieben Tage nach Ausbruch der Erkrankung ansteckend. Bis dahin sollte es nicht in Kontakt mit anderen Menschen kommen, die bisher noch keine Windpocken hatten oder deren Immunsystem geschwächt ist. Auch Kindergarten oder Schule dürfen in dieser Zeit nicht besucht werden.

 

Windpocken-Impfung
Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin empfiehlt Eltern, ihre Kinder gegen den Varizella-Zoster-Virus prophylaktisch impfen zu lassen. Fragen Sie dazu am besten Ihren Kinderarzt.

Hilfe bei Windpocken

Zur Behandlung der Symptome von Windpocken (wie z. B. Juckreiz) empfiehlt sich eine sanfte Pflegereihe mit juckreizlindernden und entzündungshemmenden Eigenschaften wie z. B. Tannosynt Lotio und Tannosynt flüssig.

Tricks gegen den quälenden Juckreiz Ihres Kindes

Der ständige Juckreiz ist für Kinder mit Windpocken kaum auszuhalten. Selbst Eltern wollen sich beim Anblick der betroffenen Hautstellen kratzen. Die folgenden Tricks zeigen Ihnen, was helfen kann: